Konzertmeister Lautsprecher-Betongehäuse – Wissenswertes und Wichtiges

Konzertmeister Lautsprecher-Gehäuse aus Beton werden einzeln und von Hand in einem vor allem zeitlich aufwändigen Prozess hergestellt. Jedes Konzertmeister Betongehäuse ist so ein einzigartiges Unikat.

Fertige Betonmischungen eignen sich nicht für die Konzertmeister Beton-Lautsprechergehäuse. Die optimale Mischung wurde deshalb experimentell ermittelt und besteht neben Zement aus sehr feinem Quarzsand, wobei mit einem verhältnismäßig hohen Zementanteil gearbeitet wird. Die Oberflächen der Gehäuse weisen die für Beton-Gussteile und etwa auch für Sichtbeton-Flächen typischen optischen Eigenschaften mit vereinzelten Luftblasen – die keinen Einfluss auf die akustischen Qualitäten haben – sowie einer durch den Zement hervorgerufenen Marmorierung auf und variieren von glänzend bis matt. All diese Unregelmäßigkeiten sind Bestandteil des Konzertmeister-Designs und verleihen diesen Boxen ihren eigenständigen optischen Charakter. Aus diesem Grund wird auch auf eine Oberflächenversiegelung durch Lack oder ähnliches verzichtet. Ein leichtes Stauben der Boxen kann deshalb nicht vermieden werden und sollte bei der Aufstellung auf empfindlichen Oberflächen berücksichtigt werden; eine passende Filzunterlage liegt jedem Gehäuse bei.

Die Herstellung der Konzertmeister Beton-Lautsprechergehäuse beginnt mit der Anfertigung der die Transmissionline bildenden Rohrkonstruktion. Bereits zu diesem Zeitpunkt werden ein Teil der Bedämpfung bestehend aus Polyesterwatte in definierter Menge an ebenso definierter Stelle sowie die Innenverkabelung eingebracht. Die komplett aufgebaute Transmissionline wird anschließend eingeschalt, also in einer Schalung fixiert. Die Schalung wird nun händisch schichtweise mit Beton gefüllt und dieser sorgfältig verdichtet. Nur so wird sichergestellt, dass der Beton die Rohrkonstruktion auch allseits vollständig umschließt und die notwendige Festigkeit erreicht wird. Ist die Form respektive die Schalung vollständig mit Beton gefüllt, beginnt eine mehrwöchige Wartezeit, in der der Beton aushärtet und trocknet. Ob der Guss gelungen ist oder gegebenfalls wiederholt werden muss – gelegentlich treten unerwartet Risse oder zu viele/zu große Luftblasen auf –, kann erst nach dem Ausschalen, also dem Entfernen der Schalung, beurteilt werden. In das fertig ausgehärtete und getrocknete Gehäuse wird dann abschließend die restliche Bedämpfung eingebracht. Der komplette Vorgang vom Aufbau der Transmissionline bis zum finalen Anbringen des Konzertmeister-Logos auf der Gehäusefront dauert etwa vier bis acht Wochen.

Die Schalungen werden übrigens mit einem gewissen Überschuss über die Rückseite befüllt. Das Zuviel an Material wird nach Beginn der Aushärtung abgetragen und die Oberfläche gebürstet, so dass die Quarzsand-Körner hervortreten. Dadurch ergibt sich auf der Boxen-Rückseite eine ebene jedoch rauhe Oberfläche.